Sonntag, 4. März 2012
YC Darmstadt, Erfelden [49° 50.268' N 008° 27.289' E] Liegeplatz 26
Die nächtliche Stille im Yachthafen wird erst morgens vom Rufen der Wildenten (oder Gänse?) abgelöst. Wir haben gut in der für uns noch ungewohnten Umgebung geschlafen. Auf dem Weg zum Clubhaus stellen wir fest, dass auf drei weiteren Booten auch übernachtet wurde. Zumindest lassen die Autos auf dem Parkplatz darauf schließen.
Dass die Saison für den Club noch nicht wirklich begonnen hat merken wir daran, dass es in den Duschen noch kein warmes Wasser gibt. Dermaßen erfrischt gehen wir an Bord zurück und genießen unser Frühstück mit heißem Kaffee bevor wir diesen Tag auf dem Wasser beschließen und nachhause fahren.
Samstag, 3. März 2012
Rhein km 475,4 [49° 49.955' N 008° 22.734' E]
Der Frühling kommt fühlbar näher und wenn es auch nicht zu Sonnenschein reicht wollen wir heute unsere persönliche Motorbootsaison eröffnen. Dazu muss die CLARA erstmal "entwintert" werden, das heißt Eispumpe aus dem Wasser holen, putzen, für den Transport teilweise zerlegen, die große Plane abnehmen, abwischen und zusammenlegen, das Winterverdeck abnehmen und das richtige Verdeck anknöpfen, die Seeventile für Motorkühlung und Toilette öffnen. Dann kommt der spannende Augenblick: Lassen sich die Motoren starten? Ja, sie tun es nach ein bisschen zureden, wie es nach einer so langen Pause aber verständlich ist.
Können wir fahren? Der Pegel Worms liegt bei 151 cm, also im grünen Bereich. Landstrom entfernt, Leinen gelöst und dann geht es los. Unsere, Claudias und Ralfs, erste Fahrt. Ausparken geht gut und wir verlassen langsam den Hafen. Etwas mehr Power auf dem Altrheinarm, aber nicht schneller als sieben Knoten und schön langsam an den Ruderern vorbei, die auch schon die Saison eingeläutet haben. Weil noch keine Blätter an den Bäumen sind können wir zum ersten Mal die Schwedensäule auf dem rechten Ufer so richtig gut sehen.
Unser Ziel ist eigentlich die "Nordspitze", eine breite Stelle im Altrheinarm kurz vor der Mündung in den (Neu)Rhein. Irgendwie können wir bei diesem Pegel eine deutliche Ausbuchtung des Altrheinarms nicht sehen, wir hatten mehr erwartet. Unser Blick geht weiter nach vorne. Ist das etwa schon der Rhein? Ja, er ist es. Ganz vorsichtig tasten wir uns nach vorne, weil durch den spitzen Winkel der Altrheinmündung talfahrende Schiffe erst sehr spät zu erkennen sind. Auf Steuerbord sehen wir drei Frachtschiffe auf Bergfahrt. Von Backbord kommt nichts. Wir entschließen uns für die freie Seite und fahren auf dem Rhein ein Stück talwärts. Die Gashebel werden nach vorne geschoben und der Bug mit den Trimmklappen nach unten gedrückt. Für eine echte Gleitfahrt reicht die Geschwindigkeit wohl noch nicht, aber für die erste Ausfahrt soll das erstmal reichen.
Wir drehen um und sind ganz froh keinen Gegenverkehr zu haben bis wir wieder in den Altrheinarm einbiegen. Ganz entspannt geht es zurück in den Hafen. Das Einparken am Steg erweist sich als verbesserungswürdig, aber zum Glück gibt es Clubmitglieder, die mit gutem Rat und Tat mithelfen. Trotzdem steht Einparken üben auf unserer Liste ganz oben für zukünftige Aktivitäten.
Insgesamt waren wir 15,8 km und fast zwei Stunden unterwegs.
Wir machen es uns auf dem Boot gemütlich mit mitgebrachtem Essen und etwas Rotwein, denn wir haben noch eine Premiere vor uns: Unsere erste Nacht auf dem Boot.
Können wir fahren? Der Pegel Worms liegt bei 151 cm, also im grünen Bereich. Landstrom entfernt, Leinen gelöst und dann geht es los. Unsere, Claudias und Ralfs, erste Fahrt. Ausparken geht gut und wir verlassen langsam den Hafen. Etwas mehr Power auf dem Altrheinarm, aber nicht schneller als sieben Knoten und schön langsam an den Ruderern vorbei, die auch schon die Saison eingeläutet haben. Weil noch keine Blätter an den Bäumen sind können wir zum ersten Mal die Schwedensäule auf dem rechten Ufer so richtig gut sehen.
Unser Ziel ist eigentlich die "Nordspitze", eine breite Stelle im Altrheinarm kurz vor der Mündung in den (Neu)Rhein. Irgendwie können wir bei diesem Pegel eine deutliche Ausbuchtung des Altrheinarms nicht sehen, wir hatten mehr erwartet. Unser Blick geht weiter nach vorne. Ist das etwa schon der Rhein? Ja, er ist es. Ganz vorsichtig tasten wir uns nach vorne, weil durch den spitzen Winkel der Altrheinmündung talfahrende Schiffe erst sehr spät zu erkennen sind. Auf Steuerbord sehen wir drei Frachtschiffe auf Bergfahrt. Von Backbord kommt nichts. Wir entschließen uns für die freie Seite und fahren auf dem Rhein ein Stück talwärts. Die Gashebel werden nach vorne geschoben und der Bug mit den Trimmklappen nach unten gedrückt. Für eine echte Gleitfahrt reicht die Geschwindigkeit wohl noch nicht, aber für die erste Ausfahrt soll das erstmal reichen.
Wir drehen um und sind ganz froh keinen Gegenverkehr zu haben bis wir wieder in den Altrheinarm einbiegen. Ganz entspannt geht es zurück in den Hafen. Das Einparken am Steg erweist sich als verbesserungswürdig, aber zum Glück gibt es Clubmitglieder, die mit gutem Rat und Tat mithelfen. Trotzdem steht Einparken üben auf unserer Liste ganz oben für zukünftige Aktivitäten.
Insgesamt waren wir 15,8 km und fast zwei Stunden unterwegs.
Wir machen es uns auf dem Boot gemütlich mit mitgebrachtem Essen und etwas Rotwein, denn wir haben noch eine Premiere vor uns: Unsere erste Nacht auf dem Boot.
Donnerstag, 9. Februar 2012
YC Darmstadt, Erfelden [49° 50.268' N 008° 27.289' E] Liegeplatz 26
Im Clubhaus treffe ich Hans, den Hafenmeister. Von ihm erfahre ich, dass gemäß der letzten Version des Liegeplans für 2012 die CLARA doch nicht den Platz 26 behalten darf, sondern weiter nach hinten umziehen muss. An sich kein Drama, aber mit den Stegfendern muss dann was passieren. Die gute Nachricht: Unser Nachbar in der Box wird unsere Schatzmeisterin, wie mir Hans schelmisch verkündet. Ich weiß aber, mit wem die Schatzmeisterin verheiratet ist, nämlich - genau - mit Hans, dem Hafenmeister. Und der scheint sich, genauso wie ich, über unsere zukünftige Nachbarschaft zu freuen.
Samstag, 4. Februar 2012
YC Darmstadt, Erfelden [49° 50.268' N 008° 27.289' E] Liegeplatz 26
In der Kabine der CLARA wollen wir es uns bei einer Tasse Kaffee aus unserer nagelneuen Senseo gemütlich machen. Aber die Kontrollleuchte der Senseo blinkt nur nervös und sonst passiert nichts. Was ist los? Auf der Website von Philips finden wir Rat. Bei Temperaturen unter 10 Grad will dieses hinterhältige Gerät nicht. Das ist irgend so ein eingebauter Schutzmechanismus. Unsere Lösung: Heißes Wasser mit dem Wasserkocher bereitet, in den Tank der Senseo gefüllt und damit das Herz der Maschine erwärmt uns köstlichen heißen Kaffee zu machen.
Mittwoch, 18. Januar 2012
YC Darmstadt, Erfelden [49° 50.268' N 008° 27.289' E] Liegeplatz 26
Samstag, 14. Januar 2012
YC Darmstadt, Erfelden [49° 50.268' N 008° 27.289' E] Liegeplatz 26
Wasser im Maschinenraum! Ich mache mal wieder einen Kontrollbesuch bei der CLARA und treffe Kurt und Angelika, die auf ihrem neuen Boot beschäftigt sind. Kurt erzählt mir, dass bei starkem Regen ablaufendes Regenwasser über den Abluftauslass des Motorraums in diesen eindringen kann. Ich inspiziere also den Motorraum und oh Schreck: Da steht Wasser! Nun ja, nur ein bisschen, so zwei Finger hoch, aber eine gute Gelegenheit, die Bilgenpumpe auszuprobieren und mit Kurts Hilfe kenne ich mich jetzt auch damit aus.
Sonntag, 8. Januar 2012
Pegel Worms
Nach einem regenreichen Dezember und Jahreswechsel hat der Rhein seit unserer Beobachtung des Pegels bei Worms einen Höchststand erreicht: 471 cm. Der Steg im Yachthafen, so berichtet Hafenmeister Hans, ist gerade noch trockenen Fußes erreichbar. In Worms und Mainz ist die Hochwassermarke I überschritten.
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