Die Saison
für Sportboote endet Ende Oktober. Dann werden die Tage kurz und das
Wetter unwirtlich. Mal sehen, wie die Preise für Gebrauchtboote sich
dann entwickeln. Wir haben es nicht eilig mit einem Kauf. Und
tatsächlich, noch im September tun sich attraktive Angebote auf, die
aber deutlich jenseits unseres selbst gesteckten Budgetrahmens
liegen, wenn denn das Boot nicht doch schon ziemlich alt ist. Eine
Bayliner 285 (Nachfolgemodell der 2855) wird im Raum
Berlin/Brandenburg angeboten, sehr teuer, aber angesichts des
geringen Alters des Boots schon wieder ein Schnäppchen. Wir planen
unabhängig davon eine Kurzreise nach Berlin. Könnte man die Reise
mit einer Besichtigung des Boots verbinden und wäre Hans, mit dem
wir zuletzt im vergangenen November telefonierten, bereit uns dabei
zu helfen? Hans wird angemailt und ist auch sofort bereit uns bei der
Bootsbesichtigung zu begleiten, sollte es denn terminlich passen.
Aber mit unserer Wahl, einer Bayliner 285, ist er nicht einverstanden
und er nimmt sich die Zeit uns in einer Mail Alternativen
aufzuzeigen, die aus seiner Sicht sinnvoll wären, nämlich die
Marken Nimbus, Inter, Saga, Fairline, Marco. Im wesentlichen ist es
jedoch der Z-Antrieb, der für Wasserwandern und die dabei üblichen
eher geringen Geschwindigkeiten ungeeignet sei. Ein Wellenantrieb
wäre da das richtige.
Sonntag, 7. August 2011
Westhafen, Frankfurt am Main [50° 05.936' N 008° 39.510' E]
Wir treffen uns mit dem Besitzer der Bayliner und seiner
Frau im Westhafen um zu sehen, ob ein Boot diesen Typs unseren
Vorstellungen entspricht. Die Bayliner 2855 ist nun nicht gerade ein
Kajütboot, eher ein Cabrio als eine Limousine. Trotzdem entspricht
sie weitgehend unseren Vorstellungen und vielleicht macht Cabrio
fahren auch mehr Spaß. Wie ein richtiges Cabrio hat auch dieses Boot
ein Cabrioverdeck und ist damit weitgehend wettergeschützt. Dem
Boot, Baujahr 1998, sah man innen leider die intensive Nutzung an. Es
blieb also erstmal bei der Besichtigung, wobei wir dem Besitzer
dankbar sind für die Zeit, die er sich für uns genommen hat.
Montag, 4. Juli 2011
Unser neuer Blog
Wir haben einen neuen Blog, mit unserer Wunschadresse, eingerichtet. An dieser Stelle wollen wir, Claudia und Ralf, in Zukunft über unsere Abenteuer berichten.
Eine Anmerkung zu Beginn: Alle Personen, die namentlich in diesem Blog erscheinen, werden aus Datenschutzgründen nur mit ihrem Vornamen benannt, auch wenn unser Verhältnis zu einzelnen dieser Personen vielleicht weniger perönlich ist.
Eine Anmerkung zu Beginn: Alle Personen, die namentlich in diesem Blog erscheinen, werden aus Datenschutzgründen nur mit ihrem Vornamen benannt, auch wenn unser Verhältnis zu einzelnen dieser Personen vielleicht weniger perönlich ist.
Freitag, 24. Juni 2011
Gebrauchtboote in allen Größen und Preislagen
Ralf beginnt über die entsprechenden Bootsbörsen den Markt für
Gebrauchtboote systematisch zu beobachten. Unsere Spezifikation,
entsprechend dem was wir auf der Berliner Boat und Fun gelernt haben:
Kabine mit Doppelbett, eventuell eine zweite Kabine mit zwei
Schlafplätzen, eine kleine Küche, eine Nasszelle mit WC. Wer sich
mit Gebrauchtbooten beschäftigt merkt auch schnell dass der
Wertverlust bei einem Boot bedeutend langsamer ist als zum Beispiel
bei einem Auto.
Anruf beim
Anbieter des Bootes, das wir im Frankfurter Westhafen gesehen haben.
Das Gespräch mit ihm ist sehr angenehm. Er weiß viel aus seiner
30jährigen Erfahrung als Sportbootfahrer zu berichten. Und sein
Angebot deckt sich auch mit Ralfs Marktbeobachtung, dass die Boote
des Herstellers Bayliner mit einem Alter von 11 bis 13 Jahren
preislich noch akzeptabel sind.
Mittwoch, 1. Juni 2011
Main, Schleuse Griesheim, Mainkilometer 28,69 [50° 05.437 N 008° 35.969 E]
Wir
haben uns mit Walter zum Schleusen fahren üben verabredet. Versehen
mit allen Arten Führerscheinen und trotzdem wieder nervös darf Ralf
ablegen und vom Westhafen flussabwärts zur Schleuse Griesheim
fahren. Auf der rechten Uferseite liegt die Sportbootschleuse, die
wir ansteuern.
Sportboote müssen die Sportbootschleuse benutzen,
wenn sie denn groß genug und in Betrieb ist. Die großen
Schleusenkammern sind der Berufsschifffahrt vorbehalten.
Die Schleuse Griesheim ist relativ hoch mit 4,49 Metern bei Normalstau. Wir fahren vorsichtig in die Schleusenkammer ein und Walter zeigt uns, wie die Schleuse bedient wird, denn Sportbootschleusen werden normalerweise von den Benutzern selbst bedient. Nachdem mit fallendem Wasser der Drempel auftaucht zeigt Walter uns die neuesten Einkerbungen, die unvorsichtige Sportbootfahrer im Drempel hinterlassen haben.
Wir fahren aus der Schleuse aus wobei gerade mal vier Meter Breite zur Verfügung stehen. Rechts ist das Ufer und links lauern große Steine, die das Wasser hinter der Staustufe verwirbeln und damit das Flussbett vor dem Auswaschen schützen sollen. Wir fahren ein kleines Stück weiter talwärts bis wir links die Einfahrten zu den Schleusenkammern für die Berufsschifffahrt sehen können. Dort warten wir. Ein ausfahrendes Frachtschiff fährt an uns vorbei und wir haben den Eindruck als ob eine hohe schwarze Wand an uns vorbeizieht. Wir warten weiter bis wir ein Frachtschiff auf Bergfahrt sichten. Walter ruft bei der Schleusenaufsicht an und bittet mit Engelszungen, dass wir hinter dem Frachtschiff in die Schleusenkammer einfahren können, zu Schulungszwecken.
Unsere Bitte wird gewährt und wir fahren in gebührendem Abstand hinter dem Frachtschiff in die große Schleusenkammer. Abstand deshalb weil das Frachtschiff mit seinem riesigen Motor und der Schraube entsprechend Strömung erzeugt.
Hinter uns schließt sich das Schleusentor. Walter hält das Boot in der Schleusenkammer mit einer Leine auf Slip und dem Bootshaken, was nicht ganz einfach ist, weil der Frachter mit laufender Schraube in der Kammer hin und her schlingert. Endlich öffnet sich die Schleusenkammer auf der Bergseite. Als die Ampel auf grün umspringt gibt der Frachter Gas. Walter sagt dass die Schleusenkammer in diesem Augenblick wie ein Kanonenrohr wirkt, in dem sich die ganze Kraft des Frachters entlädt. Wir warten eine ganze Weile bis der Abstand zum Frachter groß genug erscheint. Walter meint dass kein Schleusenwärter in diesem Fall ungeduldig wird, weiß er doch ganz genau, was sich da unten in der Schleusenkammer abspielt.
Als wir losfahren hat der Frachter die Schleusenkammer hinter sich gelassen und trotzdem fährt sich unser Boot wie auf Eiern.
Wir fahren zurück Richtung Westhafen und mutiger geworden gibt Ralf etwas mehr Gas.
Wir holen den Frachter ein und müssen zum überholen über dessen Bug- und Heckwellen. Bei der ersten hebt sich der Bug unseres Boots aus dem Wasser und trifft mit einem Schlag wieder auf das Wasser. Bei der zweiten Welle ist schon mehr Boot mit dem Bug über Wasser und der Schlag ist schon heftiger. Bei der dritten oder vierten Welle scheint das Boot das Wasser ganz zu verlassen und kracht mit einem lauten Schlag auf das Wasser, als wolle es zerbrechen. Der Bootshaken fliegt aus der Halterung. Ralf und Claudia schauen erschrocken auf Walter. Der grinst nur.
Alles im grünen Bereich, vorbei am Frachter und im Westhafen sittsam langsam einlaufen und auch das Anlegen klappt passabel.
Unser Ausflug mit Walters Boot bestärkt uns darin, dass ein eigenes Boot doch besser wäre als ab und zu eine Charter. Man hat dann die Möglichkeit sich mit dem Boot und dem Bootfahren vertraut zu machen, ohne den Zwang jedes Mal gleich auf große Fahrt gehen zu müssen, weil die Charter sich doch rentieren muss.
Auf dem Bootssteg fällt unser Blick auf ein Boot mit einem Schild "Zu verkaufen". Das Boot ist eine Bayliner 2855 Ciera, wie wir später herausfinden.
Sportboote müssen die Sportbootschleuse benutzen,
wenn sie denn groß genug und in Betrieb ist. Die großen
Schleusenkammern sind der Berufsschifffahrt vorbehalten.Die Schleuse Griesheim ist relativ hoch mit 4,49 Metern bei Normalstau. Wir fahren vorsichtig in die Schleusenkammer ein und Walter zeigt uns, wie die Schleuse bedient wird, denn Sportbootschleusen werden normalerweise von den Benutzern selbst bedient. Nachdem mit fallendem Wasser der Drempel auftaucht zeigt Walter uns die neuesten Einkerbungen, die unvorsichtige Sportbootfahrer im Drempel hinterlassen haben.
Wir fahren aus der Schleuse aus wobei gerade mal vier Meter Breite zur Verfügung stehen. Rechts ist das Ufer und links lauern große Steine, die das Wasser hinter der Staustufe verwirbeln und damit das Flussbett vor dem Auswaschen schützen sollen. Wir fahren ein kleines Stück weiter talwärts bis wir links die Einfahrten zu den Schleusenkammern für die Berufsschifffahrt sehen können. Dort warten wir. Ein ausfahrendes Frachtschiff fährt an uns vorbei und wir haben den Eindruck als ob eine hohe schwarze Wand an uns vorbeizieht. Wir warten weiter bis wir ein Frachtschiff auf Bergfahrt sichten. Walter ruft bei der Schleusenaufsicht an und bittet mit Engelszungen, dass wir hinter dem Frachtschiff in die Schleusenkammer einfahren können, zu Schulungszwecken.
Unsere Bitte wird gewährt und wir fahren in gebührendem Abstand hinter dem Frachtschiff in die große Schleusenkammer. Abstand deshalb weil das Frachtschiff mit seinem riesigen Motor und der Schraube entsprechend Strömung erzeugt.
Hinter uns schließt sich das Schleusentor. Walter hält das Boot in der Schleusenkammer mit einer Leine auf Slip und dem Bootshaken, was nicht ganz einfach ist, weil der Frachter mit laufender Schraube in der Kammer hin und her schlingert. Endlich öffnet sich die Schleusenkammer auf der Bergseite. Als die Ampel auf grün umspringt gibt der Frachter Gas. Walter sagt dass die Schleusenkammer in diesem Augenblick wie ein Kanonenrohr wirkt, in dem sich die ganze Kraft des Frachters entlädt. Wir warten eine ganze Weile bis der Abstand zum Frachter groß genug erscheint. Walter meint dass kein Schleusenwärter in diesem Fall ungeduldig wird, weiß er doch ganz genau, was sich da unten in der Schleusenkammer abspielt.
Als wir losfahren hat der Frachter die Schleusenkammer hinter sich gelassen und trotzdem fährt sich unser Boot wie auf Eiern.
Wir fahren zurück Richtung Westhafen und mutiger geworden gibt Ralf etwas mehr Gas.
Wir holen den Frachter ein und müssen zum überholen über dessen Bug- und Heckwellen. Bei der ersten hebt sich der Bug unseres Boots aus dem Wasser und trifft mit einem Schlag wieder auf das Wasser. Bei der zweiten Welle ist schon mehr Boot mit dem Bug über Wasser und der Schlag ist schon heftiger. Bei der dritten oder vierten Welle scheint das Boot das Wasser ganz zu verlassen und kracht mit einem lauten Schlag auf das Wasser, als wolle es zerbrechen. Der Bootshaken fliegt aus der Halterung. Ralf und Claudia schauen erschrocken auf Walter. Der grinst nur.
Alles im grünen Bereich, vorbei am Frachter und im Westhafen sittsam langsam einlaufen und auch das Anlegen klappt passabel.
Unser Ausflug mit Walters Boot bestärkt uns darin, dass ein eigenes Boot doch besser wäre als ab und zu eine Charter. Man hat dann die Möglichkeit sich mit dem Boot und dem Bootfahren vertraut zu machen, ohne den Zwang jedes Mal gleich auf große Fahrt gehen zu müssen, weil die Charter sich doch rentieren muss.
Sonntag, 29. Mai 2011
YCU Raunheim, Raunheim [50° 00.822' N 008° 26.576' E]
Samstag, 28. Mai 2011
Vereinshaus des Rudervereins Offenbach, Frankfurt [50° 06.572' N 008° 45.947 E]
Claudia begleitet Ralf, der zur Prüfung für den SBF Binnen antritt.
Eine praktische Prüfung ist nicht notwendig, der praktische Teil des
SBF See wird anerkannt. Der Prüfungsbogen verlangt viel
Schreibarbeit, so daß von der vorgegebenen Stunde fast 50 Minuten
gebraucht werden. Aber es läuft gut und am Ende ist auch diese
Prüfung bestanden. Walter ist dieses Mal deutlich entspannter.
Sonntag, 15. Mai 2011
Bootfahrschule Walter Burkatzki, Frankfurt am Main [50° 08.323' N 008° 40.205' E]
Wochenendkurs für den SBF Binnen. Wieder sind die Schüler durch
Selbststudium mit dem Lehrbuch gut vorbereitet. Walter wirkt fast ein
bisschen gelangweilt. Überraschenderweise unterscheiden sich Zeichen
und Regeln für Binnen und See in manchen Bereichen, d.h. manches
Erlernte für See muss ganz schnell wieder vergessen werden.
Abonnieren
Posts (Atom)











