Dienstag, 5. Juni 2012

YC Darmstadt, Erfelden [49° 50.276' N 008° 27.235' E] Liegeplatz 40

Ein runder Geburtstag wird gefeiert und das bringt Verwandtschaft und Freunde zusammen. Eine gute Gelegenheit allen die CLARA zu zeigen, die sie noch nicht gesehen hatten. So auch Ralfs Mutter und seiner Schwester mit Mann. Wieder einmal gefiel die CLARA und konnte viel Lob einheimsen.

Sonntag, 27. Mai 2012

Schiersteiner Hafen, Rhein km 505,8 RU, "Arche Noah" [50° 02.513' N 008° 11.803' E]

Pfingstsonntag. Wir sind mit Doris & Horst für einen Ausflug auf und mit der CLARA verabredet. Der aufmerksame Leser dieses Blogs wird sich an Doris & Horst erinnern, siehe Eintrag von vor fast genau einem Jahr, dem 29. Mai 2011.

Wohin soll es gehen? Die Frage stellt sich immer wieder und diesmal soll es der Schiersteiner Hafen sein. Wir fahren den Altrhein und dann den Neurhein flussabwärts. Wir sehen kaum Berufsschifffahrt, dafür viele Segler. Feiertag eben. Und dass der Rhein ein Segelrevier ist, mag man sich kaum vorstellen.

Unsere Fahrt auf dem (Neu)Rhein geht über immerhin 32 km, vorbei an der Mainmündung und Schloss Biebrich im gleichnamigen Wiesbadener Stadtteil. Der anfangs noch bedeckte Himmel und die etwas verhaltenen Temperaturen sind einem frühsommerlichen Traumwetter gewichen.

Schließlich erreichen wir die Einfahrt zum Schiersteiner Hafen. Hier haben zwei Yachtclubs und etliche Wassersportvereine ihre Heimat. Wir sehen uns um und steuern dann das schwimmende Restaurant "Arche Noah" an. Und siehe da, das Restaurant hat einen eigenen Anleger und da ist auch noch ein Platz frei. Wir legen an und das Glück bleibt uns treu: Wir bekommen auch noch einen Tisch auf der Veranda mit Blick auf die CLARA und den ganzen Schiersteiner Hafen.

Passend zum Anlass nehmen wir Fisch für unser etwas verspätetes Mittagessen und der schmeckt richtig gut. Die Preise sind zivil, der Service freundlich und so können wir die Arche Noah dem Wasserwanderer oder Ausflügler wärmstens empfehlen.

Wir machen uns auf den Rückweg. Auf dem Rhein übernimmt Horst das Ruder und man merkt ihm an, dass er ein erfahrener Skipper ist. Wir anderen drei, Claudia, Doris und Ralf, machen es uns auf den Polstern in der Plicht gemütlich, winken anderen Sportbooten zu und genießen die Fahrt. Zurück im Altrhein ist richtig was los an der "Nordspitze". Zahlreiche Boote liegen hier auf Anker, aus unserem Club aber auch von weiter her. Ralf übernimmt wieder das Ruder und gemächlich geht es zurück in den Yachthafen. Das Anlegen gestaltet sich bei Windstille problemlos.

Es war ein schöner Tag, den wir zusammen mit guten Freunden genießen durften. Und wir waren dem Main ganz nahe - unser nächstes Ziel.

Mittwoch, 23. Mai 2012

Eicher See, Rhein-km 466,0 [49° 45.571' N 008° 27.073' E]

Wir haben Claudias Bruder Ottmar und seine Frau Margarete zu Besuch. Ottmar ist vom Kfz-Fach und hat schon lange vorher sein Interesse an einer Besichtigung der CLARA angekündigt. Beide bekommen eine "Schlossführung" auf der CLARA und Ralf ist stolz wie Oskar als Ottmar beim Blick in den Motorraum feststellt, dass dort nicht nur einer sondern zwei Motoren liegen. Überhaupt hatten sie sich das Boot kleiner vorgestellt und ganz offensichtlich gefällt ihnen die CLARA.

Wir machen einen Ausflug zum Eicher See. Dazu geht es wie üblich erstmal fünfeinhalb Kilometer den Altrhein entlang und dann ein Stück den Neurhein flussaufwärts. Nach einer guten Stunde fahren wir in den Eicher See ein.
Der Eicher See ist eigentlich ein Baggersee mit Verbindung zum Rhein. Das sieht man ihm kaum noch an, denn das Ufer ist gesäumt mit kleinen Häusern auf Stelzen und eigenem Steg. Nur an einer Stelle sieht man noch das Kieswerk und ein Kiesfrachter liegt auch da. Das heißt natürlich dass mit fortgesetzter Kiesförderung der Eicher See immer noch wächst.

Ankern oder einfach nur Treiben lassen auf dem Eicher See ist nicht erlaubt. Wir drehen deshalb nur eine Runde und verlassen den Eicher See nach einer Viertelstunde wieder. 


Auf der Rückfahrt geben wir nochmal Gas und haben unseren Spaß dabei wie die CLARA mit nach unten getrimmtem Bug durch die Wellen tanzt.


Zurück im Erfelder Altrhein ankern wir an seiner breitesten Stelle, auch Nordspitze genannt. Die Sonne scheint, es ist fast windstill, Schwäne schwimmen um uns herum und das nahe Ufer des Naturschutzgebiets Kühkopf erinnert entfernt an Mangrovengewässer. Natur pur. Eine traumhafte Idylle. Wir sitzen in der Plicht, die Persenning bis auf das Dach vollständig entfernt und genießen Claudias selbst gemachte Erdbeertorte.


Auf der Rückfahrt übernimmt Ottmar das Ruder. Er hat den Bogen schnell raus. Lediglich das Einparken muss er dann doch Ralf überlassen. Wir können ja beim nächsten Mal das Rangieren nur über die Gashebel, ohne das Ruder anzufassen, üben.

"Das habt ihr gut gemacht, das Boot zu kaufen". Dieses Lob von Margarete und Ottmar geht Claudia und Ralf runter wie Öl. Und Ottmar scheint nicht abgeneigt, den Bootsführerschein zu machen. Unsere Unterstützung dazu hat er. Vielleicht gibt es doch eines Tages ein kleines "Nebeltreffen" auf der CLARA.

Mittwoch, 9. Mai 2012

TOTAL-Tankstelle, Hafen Oppenheim, Rhein-km 480,4 [49° 51.637' N 008° 21.445' E]

Markus und Ralf machen sich auf zu ihrem nächsten Abenteuer: Zum ersten Mal tanken an der Schiffstankstelle. Mit Markus als Skipper. Noch am Liegeplatz im Yachtclub ergründen wir die Trimmklappen, z.B. wie lange sie brauchen, um von ganz oben nach ganz unten zu fahren. Dabei entdecken wir auch, dass bei der Steuerung links und rechts vertauscht sind. Nun ja, wenn man es weiß ... Kurt hat uns davon abgeraten, die Trimmung der Z-Antriebe zu verwenden und nur die Trimmklappen einzusetzen.

Auf dem Weg im Altrhein reitet uns der Teufel und wir probieren doch die Trimmung der Z-Antriebe aus. Mit dem Resultat, dass wir nicht mehr wissen wie nach oben und nach unten geht und die Backbordschraube soweit aus dem Wasser herauskommt, dass die Gischt das ganze Heck nass macht. Wir machen sofort beide Motoren aus. Danach lässt sich der Backbordmotor nicht mehr starten. Wahrscheinlich irgendein Schutzmechanismus für Schraube und Motor. Nur mit der Steuerbordmaschine fahren wir in den Yachtclub zurück. Dort die Motoren abgestellt und irgendwann lassen sich die Z-Antriebe wieder herunter fahren und beide Motoren können problemlos gestartet werden.

Zweiter Versuch. Auf nach Oppenheim, ohne Experimente. Wir finden die Anlegestelle der Tankstelle und legen erstmal verkehrt herum an um zu merken, dass das Heck der CLARA bei den Diesel-Zapfsäulen liegt. Also nochmal ablegen, drehen, neu anlegen. Wir sind ganz alleine an der Tankstelle, alles o.k. Wir melden uns im Laden der Tankstelle an (zur Straße hin ist es eine ganz normale Auto-Tankstelle) und die Zapfsäule wird freigeschaltet.

Der Zapfschlauch ist lang genug um auch quer übers Boot den gegenüberliegenden Tankstutzen zu erreichen. Die Zapfpistole ist die gleiche wie für Autos, nur lässt sie sich nicht einrasten - das ist so Vorschrift am Wasser. Das heißt natürlich die ganze Zeit den Zapfhahn mit der Hand gedrückt halten. Bei insgesamt 310 Litern, und soviel haben wir getankt, ist das ganz schön anstrengend.

Auf der Rückfahrt flussaufwärts auf dem Rhein probiert Markus aus wie schnell die CLARA ist. Bei 4400 Upm ist für den Backbordmotor Schluss. Mit beiden Motoren bei dieser Drehzahl erreichen wir laut Sumlog 18,5 Knoten.

Sonntag, 22. April 2012

YC Darmstadt, Erfelden [49° 50.276' N 008° 27.235' E] Liegeplatz 40

Es geht zurück nach Erfelden. Einen Zeitplan gibt es nicht. Also frühstücken wir erstmal ganz gemütlich an Bord und machen uns dann an die Vorbereitungen zum Ablegen. Sofort sind wieder Helfer von unserem Club zur Stelle. Klasse.

Das Wetter ist deutlich besser, wolkig aber trocken und mit 10 °C etwas frisch. Dazu noch Wind, der aber beim Auslaufen und während der Fahrt nicht stört. Wir lassen es etwas langsamer angehen, ich lenke, Claudia navigiert.

Bei der Einfahrt in den Erfelder Altrhein kommt die Sonne raus und wir fahren langsam, jetzt könnte man es wirklich tuckern nennen, zurück zum Club. Das Anlegen wird nochmal zur Herausforderung, denn der frische Wind aus West drückt uns weg vom Steg. Kurt steht bereit und wir drei haben alle Hände voll zu tun und brauchen mehrere Versuche das Boot an den Steg zu bekommen. Anderen, die nach uns kommen, geht es kein Deut besser, aber überall wird geholfen und dann geht es auch.

Nachdem die CLARA für unseren Ausflug nach Gernsheim die provisorischen Namensschilder bekommen hat, also für alle sichtbar unter ihrem neuen Namen lief, kann man sagen, dass das Antuckern für uns die Jungfernfahrt mit der CLARA war. Es gab wieder viel neues für Claudia und mich und alles hat geklappt, alles hat funktioniert.

Samstag, 21. April 2012

Marina Gernsheim, Rhein km 462,1 [49° 45.223' N 008° 28.607 E]

Antuckern - das ist der offizielle Saisonbeginn beim YC Darmstadt. Der Tag beginnt recht feierlich, mit dem zeremoniellen Hissen der Fahnen, danach gibt es noch im Clubhaus ein Glas Sekt und eine Einweisung von Sportwart Werner für die Skipper und dann macht sich ein gutes Dutzend mit Wimpelchen geschmückte Boote auf den Weg. Auf dem Altrhein schön hintereinander, auf dem Neurhein darf dann jeder so schnell wie er will.

Claudia hat Blockseminar und so habe ich als Mannschaft oder Passagiere - jeder hilft mit - Markus und Kirsten & Frank bei mir auf der CLARA. Mit Kirsten und Frank haben wir uns schon auf dem Kennst-die Leit-Dinner des Yachtclubs angefreundet. Sie sind auch neu im Club, aber noch ohne eigenes Boot, das erst noch in einer Werft fertig gebaut wird.

Das Wetter ist weniger freundlich, es regnet. Der Scheibenwischer wurde noch nie ausprobiert und funktioniert wie alles auf dem Boot. Alles bestens. Auf dem Neurhein fahren wir erst den anderen schön flussaufwärts hinterher, aber dann wird es Zeit auszuprobieren wie die CLARA sich verhält wenn die beiden Sechszylinder ihre Muskeln spielen lassen. Bis 4000 Umdrehungen gehe ich mal, das ergibt immerhin 15 Knoten, wie das Sumlog mir verrät. Der Bug wird mit den Trimmklappen nach unten gedrückt und die CLARA läuft wunderbar.

Nach anderthalb Stunden (alleine der Weg durch den Altrheinarm dauert 30 Minuten) biegen wir in die Marina von Gernsheim ein. Jetzt müssen wir erstmal suchen, wo denn der uns zugewiesene Liegeplatz ist. Von alleine erklärt sich das nicht. Aber Kollegen vom Club sind schon da und weisen uns ein. Der Wind drückt, helfende Hände ziehen das Boot schließlich in die Box. Landstrom wird gelegt und dann gibt es erstmal Kaffee an Bord. Die Marina selbst ist nicht besonders einladend, da merkt man erstmal wie schön wir es bei uns im Club haben.

Am Abend geht es ins Restaurant "Gernsemer Fährhaus". Das ist ein uriges Fachwerkhaus, wahrscheinlich wirklich einmal das Domizil des Fährmanns für die Gernsheimer Fähre gleich nebenan. Heute gehört es uns, "geschlossene Gesellschaft". Claudia und Michael sind dazu gestoßen und wir alle haben einen schönen Abend in gemütlicher Atmosphäre und gutem Essen.

In der Nacht verlassen uns Markus, Kirsten & Frank. Michael bringt sie mit dem Auto zurück. Claudia und ich gehen an Bord der CLARA und verbringen die Nacht dort.

Sonntag, 8. April 2012

YC Darmstadt, Erfelden [49° 50.276' N 008° 27.235' E] Liegeplatz 40

Wir werden vom Sonnenaufgang geweckt. Die Liegeplätze östlich von der CLARA sind noch nicht belegt und so kann die aufgehende Sonne ungehindert durch die Fenster unserer Schlupfkabine scheinen. Es ist Ostersonntag und wir sind zum Brunch bei Freunden eingeladen. Als wir am Nachmittag zur CLARA zurückkommen haben Sonne und Wind ganze Arbeit geleistet: Der Teppich ist wieder trocken und kann unter Deck. Wir lassen noch das restliche Wasser aus der Frischwassertank ab, dann geht es ab nachhause.